Bezieher mittlerer Einkommen im Fokus

In der Lincoln-Siedlung gibt es auch Wohnungen für Bezieher mittlerer Einkommen. Ein wichtiges Signal, denn für diesen Personenkreis wird es im stark wachsenden Darmstadt immer schwerer, Wohnraum zu finden.

20 solcher Wohnungen stellt die bauverein AG in Bestandsgebäuden der Lincoln-Siedlung zur Verfügung, gefördert werden sie von der Wissenschaftsstadt. „Darmstadt wächst, und der Zuzug macht sich auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar. Es ist daher eine zentrale sozialpolitische Zielsetzung, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Gerade für Menschen ohne oder mit nur geringem Einkommen sowie für Menschen, die mit ihrem Einkommen knapp über den Bemessungsgrenzen des sozialen Wohnungsbaus liegen, wollen wir den Wohnungsmarkt erweitern“, so Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

Um für eine Wohnung für mittlere Einkommen in Frage zu kommen, gilt ein bereinigtes Einkommen. Da jeder Einzelfall gesondert geprüft und berechnet werden muss, gelten die vorgesehenen Einkommensgrenzen pro Jahr in Höhe von 18.392 Euro (1-Personen-Haushalt), 27.905 Euro (2-Personen-Haushalt) oder 6.342 Euro (für jede weitere Person) lediglich als Richtschnur und ersetzen die individuelle Berechnung nicht.

„Darmstadt wächst, und der Zuzug macht
sich auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar ...“ - Barbara Akdeniz

Bei den von der bauverein AG zur Verfügung gestellten Wohnungen handelt es sich um 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, die z.B. mit mindestens zwei Erwachsenen und ein bis zwei Kindern (3-Zimmer-Wohnung) oder zwei Erwachsenen und mindestens zwei Kindern (4-Zimmer-Wohnung) belegt werden müssen. Die Miethöhe – sie richtet sich nach Größe und Ausstattung der Wohnung und der Höhe des Einkommens – beträgt zwischen 7,15 und 7,90 Euro / m² Wohnfläche.

Wer sich für eine Wohnung für mittlere Einkommen interessiert, meldet sich zunächst bei der BEZIEHER MITTLERER EINKOMMEN IM FOKUS Noch besteht die zukünftige Wirkungsstätte von Klaus Bayer aus leerem Brachland und teils verwaisten Wohnbauten: Beispielsweise klafft auf dem Baufeld B 4.2 im südlichen Teil der Lincoln-Siedlung zwischen Heidelberger-, Einstein- und Franklinstraße noch eine große Baulücke und auch auf dem schräg gegenüberliegenden Baufeld B 3 entlang der Franklinstraße haben die ehemaligen Kasernenbauten der einst belebten Wohnsiedlung ihre besten Tage schon längst hinter sich. Doch die Projekte zur Revitalisierung stehen in den Startlöchern und mit ihnen sein Projektleiter Klaus Bayer. Das Büro in der Franklinstraße hat der „Neue“ im Lincoln-Projektteam schon kurz nach seinem Arbeitsantritt bei der bauverein AG im Juni 2016 bezogen. Hier ist er unmittelbar am Ort des Geschehens. Als Projektleiter wird er künftig die Koordination und Überwachung der geplanten Baumaßnahmen übernehmen. Für den studierten Bauingenieur, der die letzten Jahre als Projektleiter in einem Pfungstädter Ingenieurbüro arbeitete, ist das täglich Brot, und doch ist das Lincoln-Projekt für ihn alles andere als ein alltägliches Projekt: „Mich reizt an dieser Aufgabe zum einen das große Volumen, es entsteht hier ein ganzes Quartier mit eigener Kita, Schule, einer Quartiersmitte und vielen verschiedenen Wohnkonzepten, und zum anderen ist es ein Projekt von großem öffentlichen Interesse. Hier entsteht ein neuer Lebensraum für viele Menschen.“ Klaus Bayer kennt das Gelände noch aus den Zeiten, als dort Mitglieder der USArmy mit ihren Familien lebten. Seit 1995 lebt er schon in Darmstadt, hat hier Abitur gemacht und dann an der TU studiert. Die geplante Konversion der Lincoln-Siedlung hat er von Beginn an mit verfolgen können, zunächst als Darmstädter Bürger und seit diesem Jahr aktiv als – wie er es nennt – „Geburtshelfer“, der die Entstehung neuer Bauten von der „Geburt“ bis hin zur Übergabe an die zukünftigen Mieter begleiten darf. Worauf sich Klaus Bayer aber jetzt erst einmal freut, ist die Arbeit in einem großen Team mit Menschen aus allen Fachbereichen, und das sind – vom Architekten über Fachplaner und Bauunternehmen bis hin zum einzelnen Handwerker – ganz schön viele auf einer Großbaustelle und natürlich freut er sich auf die Arbeit an der frischen Luft. VON „GEBURT“ AN MIT DABEI Noch liegt die künftige Wirkungsstätte von Klaus Bayer brach, doch das wird sich bald ändern. MENSCHEN AUF LINCOLN WOHNRAUM bauverein AG. Danach wird beim Amt für Wohnungswesen geprüft, ob die Voraussetzungen für eine entsprechende Wohnung vorliegen.

Bei 20 Wohnungen in der Lincoln-Siedlung soll es übrigens nicht bleiben: Auch in dem Neubauprojekt auf Baufeld 4.2 (s. auch S. 4) sind 50 Wohnungen für mittlere Einkommen vorgesehen.