Bekanntes Angebot an neuem Standort

Für Petra Elmer und Lea Spill hieß es Ende Mai „Kisten packen“: Seit dem 25. Juni sitzen die beiden Quartiersmanagerinnen nun mit ihrem Interims-Büro im Norden der Siedlung (Lincolnstraße 2). Sprechstunde sowie alle Veranstaltungen finden in der neuen Quartierswerkstatt statt, bis diese irgendwann an ihren endgültigen Standort umziehen kann.

Dass die Tankstelle nur übergangsweise als Quartierswerkstatt dienen würde, war von Anfang an bekannt. Liebgewonnen haben Bewohner und Quartiersmanagerinnen den Ort dennoch – nicht zuletzt wegen seines speziellen Charmes und weil er sich in den vergangenen 24 Monaten zum Herzstück und Kommunikationszentrum der wachsenden Siedlung entwickelt hat.

Neue Adresse der Quartierswerkstatt:
Lincolnstraße 2

Ein bisschen Wehmut war also schon dabei, als Petra Elmer und Lea Spill Ende Mai ihre Zelte in der alten Tankstelle abbrachen und alles, was auch in der neuen Quartierswerkstatt benötigt wird, in Kartons und Kisten verstauten. Der schönen Zeit in der Tankstelle zum Trotz – Elmer saß hier fast 1,5 Jahre, Spill „nur“ fünf Monate – blicken beide Quartiersmanagerinnen mit Begeisterung nach vorn. Schließlich zeigt der Umzug in die in der Lincolnstraße bereitgestellten Container: Die Entwicklung der Siedlung geht in großen Schritten voran. Und dazu zählt auch, dass die alte Tankstelle einem weiteren Neubauprojekt weichen muss: Ab Herbst 2018 / Frühjahr 2019 entsteht hier eine Wohnanlage mit 78 Wohnungen.

Bis die beiden Quartiersmanagerinnen am Ende an den endgültigen Standort der Quartierswerkstatt und damit in die Nähe von Quartiersplatz und -park umziehen können, wird es zwar noch etwas dauern. Daran, dass sich in der Werkstatt jede Menge Quartiersleben abspielt, ändert der Standort jedoch nichts: Auch künftig ist das Büro Anlaufstelle für Bewohner, Interessierte, Besucher der Mobilitätsberatung oder auch für die Wohngruppen. Und so wird ganz sicher auch in der Lincolnstraße schnell Leben einziehen.

Was macht eigentlich das Quartiersmanagement?

In der Siedlung wie auch in anderen Darmstädter Stadtteilen sind Caritas und Diakonisches Werk für die Gemeinwesenarbeit zuständig. Lincoln ist jedoch der einzige Standort, an dem beide Träger mit je einer Quartiersmanagerin vertreten sind, sich die Aufgaben also teilen. Zu den vielfältigen Aufgaben in der Quartiersarbeit zählen der Aufbau von Beteiligungsstrukturen sowie das Erstellen von Sozialraumanalysen. Auch ist das Quartiersmanagement auf Lincoln involviert in die Deutschkurse für Frauen mit Migrationshintergrund und in die Erstellung eines integrierten Handlungskonzeptes. Darüber hinaus sind die Quartiersmanagerinnen Ansprechpartner für Bewohner und Nachbarn und fungieren als Schnittstelle zu Ämtern und Institutionen aus der Nachbarschaft, zu bauverein AG und Wohnprojekten. Neben diesen Kernaufgaben organisieren die Quartiermanagerinnen das monatliche Kreativcafé, sie begleiten Workshops und Arbeitskreise, unterstützen die Bewohner dabei, ihre Ideen für die Siedlung umzusetzen.