Einbringen und Mitgestalten beim Thema Moblilität

Mitte März waren Bewohnerinnen und Bewohner und interessierte Darmstädter eingeladen, Wünsche sowie Anregungen für die Verbesserung des Mobilitätskonzeptes einzubringen. Auch Vertreter von Stadt, bauverein AG sowie HEAG mobilo waren bei der Infoveranstaltung anwesend.

Es war ein langer Abend, aber auch ein konstruktiver. Als die rund 50 Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung auseinandergingen, hatten sie nicht nur klar artikuliert, was sie sich von dem Mobilitätskonzept wünschen. In drei Workshops waren auch schon ganz konkret die Stellschrauben und Bausteine benannt worden, an denen noch gearbeitet werden sollte, um das Konzept erfolgreich zu machen.

Bevor es an die Arbeit ging, wurden die Besucher jedoch erst einmal von Oberbürgermeister Jochen Partsch begrüßt. Anschließend gab es eine Einführung in das Mobilitätskonzept sowie einen Überblick über bereits umgesetzte oder geplante Maßnahmen.

Warum wird Lincoln autoarm geplant? Wie funktioniert Multimodalität? Was bedeutet Mobilitätsmanagement und aus welchen Bausteinen besteht es? Und was erwartet die Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Parkraummanagement? Fragen, die Astrid Samaan von der Abteilung Mobilität und Öffentlicher Raum des Stadtplanungsamtes Darmstadt ausführlich beantwortete. Sie ging auch auf Trends wie „Nutzen statt besitzen“, die steigenden Umweltbelastungen durch verkehrsbedingte Schadstoffe und die Zunahme an innerstädtischem Verkehr ein. Abgeschlossen wurde die Einführung von Gisela Stete vom Stadtplanungsbüro Steteplanung, die die verschiedenen Förderprojekte vorstellte (s. auch S. 8), die die Umsetzung des nachhaltigen Mobilitätskonzepts unterstützen.

Das Mobilitätsverhalten verändert sich. Dazu zählt auch, dass immer mehr Menschen Carsharing oder Leihräder nutzen.

Danach waren die Besucherinnen und Besucher an der Reihe: Sie konnten Fragen stellen, Bedenken artikulieren und sich an drei Thementischen – „Parken in Lincoln“, „Multimodale Angebote“ und „Zu Fuß und mit dem Rad“ – austauschen beziehungsweise Vorschläge einbringen. So wurde zum Beispiel am Thementisch „Parken“ der Wunsch nach Parkplätzen für Motorroller und E-Scooter sowie nach einem kostengünstigen ÖPNV-Ticket für Bewohner artikuliert. Am Thementisch „Multimodale Angebote“ wurden wiederum ein Notfallkonzept bei Streiks im ÖPNV sowie Shuttlebusse zu den Bahnhöfen vorgeschlagen. Um bessere und sicherere Fuß- und Radwege, aber auch die Notwendigkeit, Ärzte und Läden sowie ein Café in fußläufiger Entfernung zu haben, ging es an Tisch drei, wo Radfahrer zusammen mit Fußgängern besprachen, was ihnen wichtig ist.

Nach angeregten Diskussionen, bei denen Vertreter von Stadt, HEAG mobilo und bauverein AG viele Fragen beantworten und Ängste beschwichtigen konnten, wurden Ergebnisse des Abends formuliert, die bei der Umsetzung des Mobilitätsmanagements mit beachtet werden sollen. Interessierte sowie zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner haben die Möglichkeit, sich weitergehend und kontinuierlich in einem Arbeitskreis zum Thema Mobilität zu engagieren.