Es geht voran

Mitglieder des Vereins

Der Abriss des Gebäudes 4421 schafft Platz für den Neubau, der künftig das Mehrgenerationenwohnprojekt „ZusammenHaus Lincoln e. V.“ beherbergen soll. Vermieter ist die bauverein AG. Der Verein sucht indes noch Mitglieder, gern auch Familien und männliche Mitstreiter.

Wenn man Karin Arndt, Inge Kasparek und Dorle Schlechta zuhört, dann merkt man, wieviel Energie die Mitglieder von „ZusammenHaus Lincoln“ bereits in die Planung ihrer Zukunft investiert haben. Ganz gleich, ob es um die Gestaltung der Außenflächen, das Freizeitangebot oder die Einrichtung der Gemeinschaftsräume geht: Es gibt nichts, womit sich die rund 20 Mitglieder nicht bereits ausgiebig befasst hätten. Dass jedes Mitglied seit Gründung des Vereins im Jahr 2015 sehr viel Freizeit in das Projekt investiert hat, obwohl der Tag des Einzugs noch auf sich warten lässt, hat den Elan der Wohnprojektler keineswegs gebremst. Im Gegenteil: Man trifft sich regelmäßig zu Seminartagen, Arbeitskreisen und Mitgliederversammlungen und steht Interessierten zusätzlich in Rahmen von offenen Treffen Rede und Antwort. Als Arbeit sehen das die Mitglieder nicht. Eher als Chance, sich einzubringen und gemeinsam mit Gleichgesinnten den Traum vom Zusammenwohnen zu realisieren.

An Menschen, die sich auch künftig in Sachen Programmangebot einbringen, mangelt es dem Wohnprojekt – ZusammenHaus ist eines von insgesamt vier Projekten, die auf Lincoln umgesetzt werden – bereits jetzt nicht: Eine Dame aus dem Verein möchte Yoga-Unterricht anbieten, Karin Arndt wiederum betätigt sich gern künstlerisch. Kasparek und Schlechta träumen von einem großen Kräutergarten für alle und würden hier gern ihr gärtnerisches Talent einbringen. Und das Ehepaar Hofmann, als Buchhändler mit viel Erfahrung und entsprechenden Beziehungen im Bereich der Literatur ausgestattet, hat angeregt, künftig regelmäßig Lesungen anzubieten. Auch Deutschunterricht für Flüchtlinge ist im Gespräch, ebenso regelmäßige Ausflüge und Theaterbesuche, ein Sonntagsfrühstück oder Kinoabende.

Mitglied werden

Selbstverwaltung und Selbstgestaltung des gemeinschaftlichen Wohnens in einem Haus erfordern immer wieder das Gespräch und den Austausch. Dieser wiederkehrende Austausch in Versammlungen, Arbeits- und Interessengruppen ist auch das „Salz in der Suppe“ des gemeinsamen Wohnens – so definiert sich „ZusammenHaus“. Wer sich für das Wohnprojekt interessiert, sollte daher Interesse daran haben, sich einzubringen und für die Gemeinschaft zu engagieren.

Wer weitere Fragen hat, kann sich gerne wenden an: Fred Hofmann, Telefonnummer 06151-663663, E-Mail: fredhofmann123(at)web.de.

Informationen zu „ZusammenHaus Lincoln e V.“ gibt es auf der Website des Vereins, unter http://ZusammenHaus-lincoln.de

Nachdem die Planung des Freizeit-Angebotes bereits relativ weit fortgeschritten ist und das Bauvorhaben sozusagen in den Startlöchern steht – der Bauantrag soll noch in diesem Jahr eingereicht werden –, hat aktuell wieder das Thema Mitgliederwerbung Priorität. Schließlich bietet ZusammenHaus noch Platz für viele weitere „Mitbewohner“. 28 der insgesamt 48 Wohnungen sind aktuell noch unbelegt. Zwölf der noch freien Wohnungen sind öffentlich gefördert. Bei der Vergabe hat das Wohnprojekt jedoch ein Mitspracherecht. „Wir wünschen uns noch jüngere Mitglieder, gern auch Familien. Wir wollen ja ein Mehrgenerationenprojekt sein“, sagt Karin Arndt, und Inge Kasparek ergänzt: „Auch über weitere männliche Mitglieder würden wir uns sehr freuen.“ Die sind bei „ZusammenHaus“ bislang nämlich noch deutlich unterrepräsentiert

Das Gebäude

„ZusammenHaus Lincoln“ bezieht einen Neu bau; der Entwurf stammt von dem Darmstädter Architekturbüro Claus + Pretzsch. Bauherr ist die bauverein AG. Bei allen Wohnungen handelt es sich um Mietwohnungen. Der Wohnungsmix umfasst 2-, 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen. Zwölf der 48 Wohnungen sind öffentlich gefördert. Die Belegung der geförderten Wohnungen erfolgt über die Stadt, das Wohnprojekt hat hier aber ein Mitspracherecht. Der Zugang zum Gebäude und den Wohnungen ist barrierefrei (Aufzug). Das Gebäude ist eingebettet in eine Grünanlage, im rückwärtigen Teil befindet sich ein Gemeinschaftsgarten mit Terrasse. Auch sind zwei Gemeinschaftsräume vorgesehen, die miteinander verbunden und für Veranstaltungen genutzt werden können. Das Gebäude soll im Sommer 2020 bezugsfertig sein.

„Frauen befassen sich vielleicht früher und sehr viel aktiver damit, wie sie im Alter leben möchten“, vermutet Karin Arndt. Dabei bietet ein Wohnprojekt wie dieses die Chance, Wünsche, Ideen und Anregungen einzubringen und Nachbarschaft aktiv mit zu gestalten. Die drei Damen jedenfalls wissen ganz genau, was sie sich von „ihrem“ Projekt erwarten: „Die Möglichkeit zu haben, auch im Alter aktiv zu bleiben, teilzunehmen, sich auszutauschen und unter Menschen zu sein, anstatt alleine zuhause zu verkümmern.“

Wichtig!

Einer Mitgliedschaft bei „ZusammenHaus“ geht immer eine Fördermitgliedschaft voraus. Diese soll für beide Seiten als Testphase gelten, um herauszufinden, ob man zueinander passt. Die Fördermitgliedschaft kann nach unbestimmter Zeit und auf eigenen Wunsch beendet werden. Über die Aufnahme als „ordentliches“ Mitglied entscheidet dann die Mitgliederversammlung.