Von Sammelgarage bis Mobilitätsbeirat

Ende des Jahres wurden die ersten Stellplätze in den Sammelgaragen vermietet. Parallel dazu startete die Parkraumbewirtschaftung im öffentlichen Straßenraum.

In der Lincoln-Siedlung sollen die Flächen im öffentlichen Raum nicht durch parkende Autos dominiert werden, so dass mehr Aufenthaltsqualität entsteht. Dazu, die Unabhängigkeit vom eigenen Auto zu fördern, trägt das Mobilitätskonzept mit seinen vielfältigen Angeboten bei.

Wer nicht auf ein eigenes Auto verzichten will oder darauf angewiesen ist, kann sich beim Mobilitätsmanagement um einen der – insgesamt voraussichtlich ca. 1.300 – Stellplätze bewerben. Der Großteil davon ist in sogenannten Sammelgaragen organisiert; einige wenige Stellplätze sind wohnungsnah angelegt. Die ersten wohnungsnahen Stellplätze wurden bereits Anfang 2018 vergeben. Anfang November wurden dann auch die beiden Tiefgaragen der bauverein AG zur vorzeitigen Nutzung freigegeben.

Zeitgleich startete die Parkraumbewirtschaftung im öffentlichen Straßenraum der Franklinstraße. Die hier vorhandenen Stellplätze stehen den Besuchern des Quartiers zu Verfügung. An den Parkscheinautomaten können Parkscheine sowie sogenannte Tagestickets gelöst werden.

Mehr Infos zur Stellplatzvergabe siehe Kasten.

Zentrale Stellplatzvergabe

Für die Stellplatzvergabe wurde ein spezielles Verfahren entwickelt. Dieses mündete in eine Vergabeordnung, die nun vom Mobilitätsbeirat verabschiedet wurde. In der Vergabeordnung sind u. a. Prioritäten und Rangfolgen festgelegt. So werden zum Beispiel Menschen mit Behinderung oder (E-)CarPooling-Fahrzeuge für die Bewohnerschaft bevorzugt berücksichtigt. Im Übrigen erfolgt eine Gewichtung von Kriterien (Einsatzkräfte im Notdienst, Anzahl der Kinder, Besitzer von Elektrofahrzeugen sowie einmalig für Wohnungseigentümer) durch Punktevergabe. Bei Zutreffen mehrerer Kriterien können diese auch addiert werden. Die Stellplätze sind den einzelnen Baufeldern gemäß einem Schlüssel zugeteilt. Vorrangig werden bei der Zuteilung der Stellplätze zunächst die Bewohner der jeweiligen Baufelder berücksichtigt.

Die Vergabe der Stellplätze erfolgt durch HEAG mobilo als Betreiberin des Mobilitätsmanagements; die Vermietung durch den jeweiligen Stellplatzeigentümer (aktuell noch ausschließlich die bauverein AG). Die Betreiberin des Mobilitätsmanagements wird innerhalb von einer Woche nach Eingang der Bewerbung einen Stellplatz vermitteln und sowohl die Stellplatz-Mieterinnen und Mieter, als auch die Stellplatzeigentümer informieren, damit der Mietvertrag abgeschlossen werden kann.

Interessenten wenden sich an die Mobilitätsberater in der Mobilitätszentrale oder fordern einen Anmeldebogen über moma.lincoln@darmstadt.de an.

Häufig gestellte Fragen zur Stellplatzvergabe und die dazugehörigen Antworten sind in FAQs zusammengestellt, die ebenso wie die Stellplatzvergabeordnung in der Mobilitätszentrale eingesehen werden können. Ein Download ist unter www.darmstadt.de/lincoln-mobilitaet möglich.

Mobilitätsbeirat hat seine Arbeit aufgenommen

Im Mobilitätskonzept ist die Einrichtung eines Mobilitätsbeirats festgelegt, der sich je zur Hälfte aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Darmstadt und der Grundstückseigentümer in der Lincoln- Siedlung zusammensetzt. Der Beirat tagt mindestens einmal im Jahr, kann aber bei Bedarf auch öfter einberufen werden. Die konstituierende Sitzung fand am 17. Dezember 2018 statt.

Der Mobilitätsbeirat begleitet die Umsetzung des Mobilitätskonzepts insbesondere bei Fragen des ruhenden Verkehrs und beschließt u. a. die Stellplatzvergabeordnung. Außerdem wird er über die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes und über die Aufgaben der Betreiberin, die Feststellung des Jahresabschlusses zum Mobilitätsmanagement sowie über Ergebnisse der Evaluation informiert.

Bewohnerinnen und Bewohner können Anregungen oder Kritik auch über den Arbeitskreis Mobilität einbringen. Dieser tagt wieder am 12. März 2019 um 18 Uhr in der Mobilitätszentrale.