Was bedeutet Seniorengerecht?

Seniorengerecht leben in Lincoln

Die Lincoln-Siedlung ist nicht nur für Familien attraktiv. Doch wer in fortgeschrittenem Alter in die Lincoln-Siedlung zieht, stellt sich die Frage, wie er auch im Alter und mit abnehmender Mobilität zuhause wohnen bleiben kann. In einem öffentlichen Fachgespräch Anfang November ging es darum, wie sich Lincoln möglichst seniorengerecht gestalten lässt. „Ich lebe gerne auf Lincoln und möchte dort auch im Alter so lange wie möglich eigenstätig wohnen können“ – Gaby Koch (59) bringt auf den Punkt was sich viele Bewohner der Siedlung wünschen: Eine Perspektive für das Alter.

Aktuell leben erst rund 400 Menschen in dem Quartier. In zehn Jahren werden es jedoch ca. 5.000 sein. Bereits 2019 wird sich die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner mehr als vervierfachen. Und damit wächst auch die Anzahl der älteren / alten Bewohnerinnen und Bewohner. Wie lässt sich das Leben für Seniorinnen und Senioren optimal gestalten? Welche Angebote gibt es bereits und was ist in dem Quartier geplant? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Projektgruppe „Alt werden auf Lincoln“. In ihr arbeiten seit einem Jahr Mitglieder der Initiative „WIR auf Lincoln“ mit der Quartierswerkstatt und dem Projekt Quartiersarbeit des Agaplesion Heimathauses zusammen.

Um Fragen rund um das Thema „Älter werden auf Lincoln“ auch öffentlich zu diskutieren, lud die Projektgruppe professionelle Träger der Altenarbeit und Altenhilfe, Vertreter der Bau- / Wohnungswirtschaft sowie ehrenamtliche Akteure und Bewohnerinnen und Bewohner Anfang November zu einem Fachgespräch ein. Moderiert wurde die Veranstaltung von Angela Fuhrmann, einer professionellen Moderatorin, die mit Fördermitteln der Lokalen Agenda 21 finanziert wurde. Mit fast 40 Teilnehmern war das Gespräch nicht nur gut besucht. Auch die Liste der Projekte, die zusammengetragen wurden, konnte sich sehen lassen. Hier wurden sowohl Zukunftsideen aufgenommen als auch konkret geplante Projekte.

Ein Überblick:

  • Öffentliche Räume und Freifl ächen werden von der Stadt barrierefrei geplant.
  • Die Nieder-Ramstädter Diakonie richtet in der Siedlung eine Tagesbetreuung sowie betreute Wohngruppen ein.
  • Der Caritasverband Darmstadt plant ein Quartierscafé.
  • Die bauverein AG stattet 40 seniorengerechte Wohnungen mit technischen Hilfen aus.
  • Das Gemeinnützige Siedlungswerk (GSW) errichtet u. a. barrierefreie Eigentumswohnungen.
  • Die Träger der Altenhilfe signalisierten Interesse, Seniorinnen und Senioren mit ambulanten Diensten zu unterstützen.
  • Im Agaplesion Heimathaus entsteht – in unmittelbarer Nachbarschaft zur Lincoln-Siedlung – ab 2021 eine Tagespflege.

Interesse?

Wer sich in der Projektgruppe „Alt werden auf Lincoln“ engagieren möchte, ist herzlich willkommen.
Kontakt: Quartiermanagement Lincoln,
Lea Spill, Tel 0170 / 7 03 50 92 oder
E-Mail: l.spill@caritas-darmstadt.de